Back to the Roots – Die Möglichkeit einer Insel

7. Oktober 2017

Gleich vorweg genommen: Nein, hier geht es nicht um den erfolgreichen Science-Fiction Roman von Michel Houellebecq. Vielmehr stelle ich mir die Frage, ob es ein „Miteinander“ auf einer Lebensinsel im autark – ökologischen Sinn geben kann.

Unser aktuelles System ist festgefahren, der totale Crash nahezu unausweichlich. Aber wir haben alle die Wahl, jetzt Zukunft zu machen und unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt und Gesellschaft zu hinterlassen.

Meist hängt die grundsätzliche Entscheidung, ein autarkes Kollektiv von Selbstversorgern zu schaffen in erster Instanz von einer Einzelperson, oder einem Paar ab die/das den Schritt wagen möchte.

Folgende Fragen eröffnen sich bald:

  • Wo?
  • Mit wem?
  • Wie wird das finanziert?
  • Was muss ich alles dazu tun?

​Optimal wäre natürlich als Ausgangsbasis ein Bauernhof mit großem Grund zur landwirtschaftlichen Nutzung. Doch die meisten Menschen leben in der Stadt und gehen dort auch Ihrer beruflichen Tätigkeit nach und für eine plötzliche Abkehr vom Stadtleben fehlen die finanziellen Mittel und/oder die Qualifikationen, sich den Herausforderungen für das neue Leben am Land stellen zu können.

​In einem Kollektiv, wo jeder seinen Teil dazu beträgt und sich konstruktiv einbringt wäre es da schon einfacher. ​Wie wählt man aber seine Gefährten für für die Zukunft aus? Welche Aufgabenbereiche ergeben sich in in einer derartigen Gesellschaft? Fragen über Fragen.

​Existenzielle Grundbedürfnisse

​Das allerwichtigste ist Wasser. Ein eigener Hausbrunnen ist unabkömmlich. Sofort gefolgt natürlich von der Nahrung. Genug Fläche für den Anbau von Obst und Gemüse und auch eventuelle Tierhaltung muss gegeben sein. Wenn man seine Tomaten nicht mehr beim Lebensmittelladen um´s Eck kaufen kann muss man sie selber anbauen. Doch wann ist die Saat und wann die Erntezeit? Wie steht es um die Pflege? Mit all diesen Punkten muss man sich vorher auseinandersetzen.

​Die Gesundheit ist auch nicht unwesentlich. Man wird nicht jünger und Verletzungen können leicht passieren, vor allem einem Stadtmenschen am Land. Daher wäre es ratsam, wenn einer der Gefährten zumindest über medizinische Grundkenntnisse verfügt. ​Für all jene, die auf ein heißes Bad und Strom aus der Steckdose nicht verzichten wollen kommt mit der alternativen Stromgewinnung eine weitere Aufgabe hinzu. ​Pädagogen, Tischler, Gärtner, Elektriker, Ärzte, Maurer, und und und werden für solche Projekte benötigt.

​Sie sehen, dass viele Funktionen und Berufe abgedeckt werden müssen, um eine tatsächliche Autarkie zu schaffen, und wie abhängig wir doch von unserer Gesellschaft sind. Wenn jedoch das bestehende System zusammenbricht müssen wir selber Hand anlegen und eine eigene Infrastruktur schaffen. In einer Gemeinschaft muss es aber auch nach dem Zusammenbruch unseres Systems gewisse Grundregeln geben. Ein anonymer Verfasser hat im Internet diese gut zusammengefasst und frei publiziert.

​Grundregeln

  1. ​Die Würde des Menschen, der Tiere und der Natur ist unantastbar.
  2. ​Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt.
  3. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  4. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
  5. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
  6. Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
  7. Alle haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis zu versammeln.
  8. Städte, Gemeinden und Bezirke sollen in geradzahligen Jahren Wahlen veranstalten. Jede Person ab dem 18. Lebensjahr darf daran teilnehmen. Keine Person darf über eine andere Person Amtsgewalt ausüben, solange diese nicht auf diese Weise gewählt worden ist.
  9. Verhandlungen wegen schwerer Verbrechen müssen von einer unabhängigen Jury aus Gleichgestellten geführt werden. Das Strafmaß ist von der Jury zu bestimmen.
  10. Arbeit als Ersatz für Schuldrückzahlung ist nur vorübergehend zulässig. Sklaverei ist verboten.
  11. Zur Förderung des Wiederaufbaues, sind Bürger verpflichtet geistige und materielle Werte zu hüten. Bücher, Maschinen und Geräte aus der Zeit vor dem Zusammenbruch sind aufzubewahren, und, falls möglich, instandzusetzen. Umweltschädigende Technologie darf nicht wieder eingesetzt werden.
  12. Wasser, Boden sowie Tier- und Pflanzenwelt genießen besonderen Schutz. Verseuchung, Raubbau, großflächige Brandrodung und Tötung von Tieren die nicht zu Nahrungszwecken dienen (ausegenommen Schädlinge), werden strengstens bestraft. Jeder Bürger hat die Pflicht die Grundlage der Menschheit zu schützen.
  13. Jeder Bürger soll seinen Nachkommen Lesen und Schreiben lehren.
  14. Weitere Verordnungen festzusetzen, obliegt jeder Gemeinde und jeder Verwaltungseinheit in eigener Verantwortung sofern sie sich an die oben angeführten Gesetze hält.


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