Die Erforschung der Welt vor Kolumbus

4. November 2017

Sehr geehrte Frau Dr. Pellech, Sie sind Ethnologin und sagen, dass die Odyssee von Homer eine antike Weltumsegelung darstellt und nicht auf eine „Erzählung“ der Griechen zurückgeht. Wie können wir das verstehen? 

Es ist mir gelungen das Epos der Odyssee in drei Teile zu zerlegen. Das Zentrum der ganzen Erzählung bildet natürlich die Irrfahrt des Odysseus, die ihrerseits aber von zwei Rahmenhandlungen umgeben ist. Einerseits der Geschichte in der Telemachos seinen Vater Odysseus sucht und andererseits von der Tatsache, dass die Auftraggeber der Fahrt die alten Ägypter waren. Die Ausführenden der Seefahrt waren aber die Phönizier, die besten Seefahrer ihrer Zeit, die um rund 1200 v.Chr., dem Fall Trojas, unter ägyptischer Oberhoheit standen. Und diese Irrfahrt stellt eine Weltumsegelung in westlicher Richtung dar, was durch die verschiedenen Farben der Meere, die Odysseus durchsegelt, nachzuvollziehen ist.

Ist die Odyssee also ein regelrechter Reisebericht?

Ja, ein Reisebericht, der einen Periplus darstellt. Ein Periplus ist eine Reisebeschreibung aus einer Zeit, in der es noch keine Karten gab, bzw. die Ozeane unerforscht waren. Es wurde der Küstenverlauf ganz genau beschrieben, so dass der nächste Kapitän, der diese Fahrt unternahm, sich orientieren konnte. Und im Fall der Odyssee beginnt dieser Periplus im Mittelmeer, in der Ägäis, vor Troja. Es wurden jene Stellen genau lokalisiert, wo sie an Land gingen. Es beginnt bei den Kikonen in Thrakien, von dort geht es weiter zur Peloponnes-Halbinsel. Durch den auftretenden Sturm aus dem Norden werden sie an die Afrikanische Küste getrieben, das heutige Libyen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Irrfahrt des Odysseus real, da sie von den Griechen angefügt wurde. Von jetzt an sind es nur mehr Beschreibungen, die von den Griechen aber nicht mehr verstanden wurden. Es handelt sich hier um den Koppelungspunkt der Fahrt, die von Ägypten ausging.

Die erste Station an der Afrikanischen Küste, im heutigen Libyen, macht Odysseus mit einem Suchtgiftproblem bekannt. Seine Gefährten wollen nur mehr Lotos essen und Odysseus muss sie mit Gewalt aufs Schiff bringen und unterm Querholz festbinden. Die nächste Station bringt sie zu den Kyklopen, die in Südtunesien, an den Ausläufern des Atlas, anzusetzen sind. Die beschriebene Höhlenwohnung des Riesen Polyphem finden wir noch heute bei Matmata in Südtunesien. Die riesenhafte Gestalt von Polyphem weist auf eine Einwanderungswelle aus Nordeuropa hin, was auch die Tifinagschrift der Berber heute noch bestätigt. Bis zu dieser Position spielt sich die Reise im "Grauen Meer" ab.

Die nächste Station sind die Lästrygonen die eine Größe von 2 bis 2,3 Meter erreichten. Bei ihnen finden wir die beschriebenen „langen Tage“ und „kurzen Nächte“ des Nordens, wie auch die Beschreibung der Fjorde. Die nächste angegebene Position ist die der Zauberin Kirke, die sich noch weiter im Norden befindet. Es handelt sich dabei um eine kleine Lofoteninsel, die sehr genau beschrieben ist: Sie ist klein, so dass man das Wasser, von dem sie umgeben ist, überall sehen kann. In ihrer Mitte befindet sich ein hoher Felsen, so dass wir sie heute mit Svinoya, der Schweineinsel, vor Svolvaer gelegen, identifizieren können. Dort werden sie Gefährten des Odysseus von Kirke in Schweine verwandelt, d.h. im Rahmen eines Initiationsritus. In der mystischen Vorstellung von Skandinavien ist es „Gullinborsti“, das „Schwein mit den goldenen Borsten“, das den Wagen des höchsten Gottes der Wanen, Freyr, zieht. Die goldenen Borsten werden als Sonnenstrahlen interpretiert. Es handelt sich hier um ein religiöses Motiv, das man noch heute im schwedischen Wappen findet. Da sich Odysseus nicht nach Sonnenauf- und Untergang richten kann, weist auch dieser Umstand auf eine Position nördlich des Polarkreises. Kirke beauftragt Odysseus in das Totenreich zu fahren, um den Seher nach der Weiterreise zu befragen. Hier mussten sie nun den „Okeanos“, dem heutigen Atlantik entsprechend, überqueren. An dieser Stelle finden wir eine doppelte Vorstellung, nämlich einerseits die mystische Beschreibung vom Totenreich, wo die Seelen befragt werden können und andererseits die genaue topographische Beschreibung der Unterwelt, der geographisch „unteren Welt“. Das heißt, die Unterwelt ist real, das Totenreich entspricht der mystischen Vorstellung der Ägypter, wo die Sonne im Westen stirbt, um am nächsten Tag im Osten wieder aufzugehen.

Sehr geehrte Frau Dr. Pellech, Sie sind Ethnologin und sagen, dass die Odyssee von Homer eine antike Weltumsegelung darstellt und nicht auf eine „Erzählung“ der Griechen zurückgeht. Wie können wir das verstehen?

 

Es ist mir gelungen das Epos der Odyssee in drei Teile zu zerlegen. Das Zentrum der ganzen Erzählung bildet natürlich die Irrfahrt des Odysseus, die ihrerseits aber von zwei Rahmenhandlungen umgeben ist. Einerseits der Geschichte in der Telemachos seinen Vater Odysseus sucht und andererseits von der Tatsache, dass die Auftraggeber der Fahrt die alten Ägypter waren. Die Ausführenden der Seefahrt waren aber die Phönizier, die besten Seefahrer ihrer Zeit, die um rund 1200 v.Chr., dem Fall Trojas, unter ägyptischer Oberhoheit standen. Und diese Irrfahrt stellt eine Weltumsegelung in westlicher Richtung dar, was durch die verschiedenen Farben der Meere, die Odysseus durchsegelt, nachzuvollziehen ist.

 

Ist die Odyssee also ein regelrechter Reisebericht?

 

Ja, ein Reisebericht, der einen Periplus darstellt. Ein Periplus ist eine Reisebeschreibung aus einer Zeit, in der es noch keine Karten gab, bzw. die Ozeane unerforscht waren. Es wurde der Küstenverlauf ganz genau beschrieben, so dass der nächste Kapitän, der diese Fahrt unternahm, sich orientieren konnte. Und im Fall der Odyssee beginnt dieser Periplus im Mittelmeer, in der Ägäis, vor Troja. Es wurden jene Stellen genau lokalisiert, wo sie an Land gingen. Es beginnt bei den Kikonen in Thrakien, von dort geht es weiter zur Peloponnes-Halbinsel. Durch den auftretenden Sturm aus dem Norden werden sie an die Afrikanische Küste getrieben, das heutige Libyen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Irrfahrt des Odysseus real, da sie von den Griechen angefügt wurde. Von jetzt an sind es nur mehr Beschreibungen, die von den Griechen aber nicht mehr verstanden wurden. Es handelt sich hier um den Koppelungspunkt der Fahrt, die von Ägypten ausging.

 

Die erste Station an der Afrikanischen Küste, im heutigen Libyen, macht Odysseus mit einem Suchtgiftproblem bekannt. Seine Gefährten wollen nur mehr Lotos essen und Odysseus muss sie mit Gewalt aufs Schiff bringen und unterm Querholz festbinden. Die nächste Station bringt sie zu den Kyklopen, die in Südtunesien, an den Ausläufern des Atlas, anzusetzen sind. Die beschriebene Höhlenwohnung des Riesen Polyphem finden wir noch heute bei Matmata in Südtunesien. Die riesenhafte Gestalt von Polyphem weist auf eine Einwanderungswelle aus Nordeuropa hin, was auch die Tifinagschrift der Berber heute noch bestätigt. Bis zu dieser Position spielt sich die Reise im „Grauen Meer“ ab.

 

Die nächste Station sind die Lästrygonen die eine Größe von 2 bis 2,3 Meter erreichten. Bei ihnen finden wir die beschriebenen „langen Tage“ und „kurzen Nächte“ des Nordens, wie auch die Beschreibung der Fjorde. Die nächste angegebene Position ist die der Zauberin Kirke, die sich noch weiter im Norden befindet. Es handelt sich dabei um eine kleine Lofoteninsel, die sehr genau beschrieben ist: Sie ist klein, so dass man das Wasser, von dem sie umgeben ist, überall sehen kann. In ihrer Mitte befindet sich ein hoher Felsen, so dass wir sie heute mit Svinoya, der Schweineinsel, vor Svolvaer gelegen, identifizieren können.  Dort werden sie Gefährten des Odysseus von Kirke in Schweine verwandelt, d.h. im Rahmen eines Initiationsritus. In der mystischen Vorstellung von Skandinavien ist es „Gullinborsti“, das „Schwein mit den goldenen Borsten“, das den Wagen des höchsten Gottes der Wanen, Freyr, zieht. Die goldenen Borsten werden als Sonnenstrahlen interpretiert. Es handelt sich hier um ein religiöses Motiv, das man noch heute im schwedischen Wappen findet. Da sich Odysseus nicht nach Sonnenauf- und Untergang richten kann, weist auch dieser Umstand auf eine Position nördlich des Polarkreises. Kirke beauftragt Odysseus in das Totenreich zu fahren, um den Seher nach der Weiterreise zu befragen. Hier mussten sie nun den „Okeanos“, dem heutigen Atlantik entsprechend, überqueren. An dieser Stelle finden wir eine doppelte Vorstellung, nämlich einerseits die mystische Beschreibung vom Totenreich, wo die Seelen befragt werden können und andererseits die genaue topographische Beschreibung der Unterwelt, der geographisch „unteren Welt“. Das heißt, die Unterwelt ist real, das Totenreich entspricht der mystischen Vorstellung der Ägypter, wo die Sonne im Westen stirbt, um am nächsten Tag im Osten wieder aufzugehen.     

 

Odysseus überquert den „Okeanos“ (Atlantik) und erfährt vom Seher, dass er über das „Veilchenblaue Meer“ nach Hause fahren muss. Das heißt, von Amerika aus gesehen, entspricht das „Veilchenblaue Meer“ dem Pazifik. Odysseus erreicht wieder Kirke und teilt ihr die Entscheidung des Sehers mit. Kirke gibt ihm Ratschläge um die gefährliche Fahrt zu überstehen. Die erste Gefahrenquelle, vor der Kirke warnt sind die Sirenen. Odysseus fährt vom hohen Norden kommend entlang der europäischen Küste bis Westafrika. Von dort überquert er den Atlantik auf der Kanarenstraße, jener Meeresströmung, die ihn vor Brasilien treibt. Trotz dieser langen Fahrt  wurde ihm von Kirke verboten an Land zu gehen, da er dabei auf die gefährlichen Riffe auflaufen würde, die der Küste vorgelagert sind. Es handelt sich dabei um die Station der Sirenen, jenen Vögeln, die den Vogelkontinent Südamerika repräsentieren sollen. Einerseits sind es die lieblichen Singvögel, andererseits die Totenvögel, die das Totenreich der Sonne anzeigen sollen. Danach fahren sie um die Plankten, um Kap Hoorn. Das heißt sie wechseln vom Atlantik, dem „Okeanos“ in den Pazifik, das „Veilchenblaue Meer“ des Sehers.

 

Dabei wurden sie von Kirke beauftragt, dass sie sich an den Felsen halten sollen. Das heißt nichts anderes, als dass sie die Anden nach dem Norden bis kurz vor den Äquator entlangfahren, und zwar bis dorthin, wo der Felsen ein halbes Jahr von einer Wolke umgeben ist. Genau dort sollen sie den Pazifik überqueren. Es handelt sich dabei um die Atacama-Wüste, die ein halbes Jahr Nebelbildung aufweist. Das heißt seefahrtstechnisch, dass sie mit der Südlichen Passatdrift den Pazifik, das „Veilchenblaue Meer“ des Sehers, überqueren.

 

Die nächste Meeresangabe betrifft das „Schwarze Meer“, dort wo der Strand schwarz von Sand ist. Es handelt sich dabei um den Golf von Bengalen und die Inselwelt Indonesiens. Durch den vulkanischen Aufbau der Inseln entstanden die schwarzen Strände. Danach laufen sie Indien an, die Insel des Helios, des Sonnengottes. Und mit Vorderindien wechseln Odysseus und seine Gefährten ins „Rote Meer“.

 

Das „Rote Meer“ der alten Hochkulturen, auch Erythräisches Meer genannt, in der Odyssee als weinfarbenes oder rotweinfarbenes Meer bezeichnet, entspricht heute dem Arabischen Meer mit Roten Meer und Persischen Golf. Odysseus segelt mit dem SW-Monsun zur Indischen Küste und ist damit gezwungen über lange Zeit auf den Wechsel zum NO-Monsun zu warten. Nachdem alle Vorräte aufgebraucht waren schlachten sie die Rinder des Sonnengottes, was ihnen aber verboten war. Als Strafe dafür gelangen sie bei der Weiterfahrt nach Arabien in einen starken Sturm, wo alle Gefährten des Odysseus ihr Leben verlieren und er selbst sich nur auf einem Schiffsteil retten kann. Bei der Göttin Calypso wird er an Land geschwemmt, die man der Beschreibung nach im heutigen Oman festsetzen kann. Es werden hohe Felsen beschrieben, wo Vögel nisten und der Rauch von Zedern und Harzbaum beschrieben wird. Es handelt sich dabei um die im Altertum in diesem Gebiet reichen Kupfervorkommen, die, um als Handelsware verwertet werden zu können, zu Barren geschmolzen werden mussten. So ist die Beschreibung dieses Gebietes auch sehr zutreffend.

 

Nach sieben Jahren verkündet der Götterbeschluss, dass Odysseus nach Hause fahren darf. Er fährt durch das heutige Rote Meer zur Halbinsel Sinai, die Homer als einen Schild im Meer liegend beschreibt. Dort trifft er auf die Phäaken, die Menschen auf der „Schwarzen Erde“. Darunter versteht man nicht den Kontinent Afrika, sondern Ägypten, und zwar den fruchtbaren schwarzen Nilstreifen. Bei den Ägyptern, die diese Weltumsegelung in Auftrag gegeben haben, ist die Reise beendet. Die Phäaken bringen Odysseus danach auf dem „Grauen Meer“ nach Hause. Es ist anzumerken, dass die Ägypter auch das einzige Volk sind, das gleichzeitig zum „Roten Meer“ und zum „Grauen Meer“ zutritt hat. Der Sternenstand, der bei Calypso angegeben wird, hat erst ab dem 30. Breitengrad seine Bedeutung. Er sagt nämlich aus, dass die Phäaken Odysseus in nordöstlicher Segelrichtung nach Hause fahren. Da Kairo am 30. Breitengrad liegt entspricht die Segelrichtung nach dem Nordosten Phönizien. Eine Reise, die immer in westlicher Segelrichtung verläuft, kann aber nur auf der Erdkugel durchgeführt worden sein.

 

Das heißt, die Ägypter beauftragten die Phönizier Seefahrt zu betreiben, um zu wichtigen Handelsgütern zu gelangen. Die Hochkultur der Ägypter muss zu diesem Zeitpunkt bereits voll entwickelt gewesen sein, um eine derartige Reise in Auftrag zu geben. Haben sie damit auch Homer beeinflusst?

 

Woher die Ägypter ihr Wissen hatten ist aus der Odyssee nicht ersichtlich. Was wir aber noch heute sehen können sind ihre gigantischen Pyramiden und Tempelbauten, bzw. das daraus abgeleitete astronomische und mathematische Wissen. Der Ausdehnungsbereich Ägyptens hat auch den Nahen Osten miteinbezogen, so dass die Phönizier, die hervorragende Seeleute waren, ganz einfach beauftragt wurden. Nach 1000 v.Chr., als in Ägypten die Fremdherrschaften begannen, wurden die Phönizier zur großen Handelsmacht mit Zentrum Karthago. Svetlana Balabanova fand z.B. in den Haaren von ägyptischen Mumien Rückstände von Kokain, die nach dem Tod des Menschen nicht abgebaut werden. Kokain mit Suchtgiftwirkung findet man weltweit nur an einer Stelle, nämlich im Bereich von Peru und den angrenzenden Ländern wie Bolivien. Auch der Tabak war den alten Ägyptern bekannt, so dass man annehmen kann, dass die Phönizier als Drogenhändler Ägyptens fungierten. Sie brachten Kokain aus Peru, Tabak aus Mexiko und dem pazifischen Raum, Opium aus Hinterindien und Weihrauch aus Arabien. Allerdings muss man anmerken, dass die Suchtgifte in erster Linie zum medizinischen Gebrauch, für religiöse Zeremonien und zur Mumifizierung verwendet wurden. Seltener wird es Missbrauch gegeben haben. Um nun noch einmal auf das Epos zu sprechen zu kommen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Griechen während der Ptolemäerzeit, also der griechischen Besetzung Ägyptens, mit der Odyssee, wie auch der Fahrt der Argonauten, in Berührung kamen. Viele Griechen fuhren damals zur Ausbildung in ägyptische Tempel, wo sie von Priestern unterrichtet wurden. Und auf diesem Weg fanden die großen Epen ihren Eingang in das griechische Bewusstsein. 

 

In der Odyssee wird auch ein seltsamer „Schlauch der Winde“ erwähnt. Es mutet an, dass es sich dabei um ein technisches Gerät handelt. Was könnte es sein?

 

Dabei handelt es sich um die Insel des Aiolos, dem „Herrn der Winde“. Die Insel hat einige Besonderheiten. Einerseits ist sie so steil, dass man sie nicht erklimmen kann und andererseits ist sie in der Lage ihre Position zu verändern. Odysseus wird beim Abschied vom Windgott Aiolos ein Schlauch, der die gesammelten Winde beinhaltet, übergeben.  Seine Gefährten öffnen den Schlauch und werden, da sie ihn nicht bedienen können, zur Insel des Aiolos zurückgetrieben. Was ist nun in diesem Schlauch? Es kann sich nur um ein Gerät handeln, das den Kapitän eines Schiffes unabhängig von Wind und Meeresströmungen in seine gewünschte Richtung fahren lässt. Und das kann nichts anderes als ein Art Motor gewesen sein. Unter dem Schiff des Aiolos kann man daher nur das Schiff einer Hochkultur verstehen, das seine Position verändern kann. So ist auch verständlich, dass es so steil ist, dass Odysseus an Bord geholt werden musste. Halten wir uns außerdem vor Augen halten, dass die Griechen jede noch so kleine Kykladeninsel fanden und vor allem auch wussten, dass sie ihre Position nicht verändern konnte. So gesehen war die Insel des Aiolos eine ganz besondere Insel.

 

Das heißt, die Insel des Aiolos war ein großes Schiff einer Hochkultur, die bereits über motorisierte Technik verfügte und sich daher gegen die Strömungen und gegen die Winde bewegen konnte. Was ist ihr Verdacht? Welche Kultur war damals so weit?

 

Dabei müsste es sich um die Kultur von Atlantis gehandelt haben. Solon beschreibt ja, dass die Atlanter gegen Europa gekämpft haben und als Sieger hervorgegangen sind. Das heißt, sie müssten bereits vor 10.000 v.Chr. Europa unterworfen haben. Dass dies tatsächlich der Fall gewesen sein kann, beweist die von mir gefundene 14.000 Jahre alte Weltseekarte, die sämtliche Meeresströmungen aufweist, wie sie auch heute noch angetroffen werden. Diese Karte konnte ich aus Felszeichnungen aus verschiedenen Höhlen in Nordwestspanien zusammensetzen. Diese Wandmalereien wurden in der ganzen Region auf ein Alter von 15.000 bis 10.000 v.Chr. festgesetzt.   Im Bereich des Atlantik wurden die verschiedenen Strömungen, auch in ihrer Stärke exakt  den heutigen entsprechend, wiedergegeben. Da Meeresströmungen nicht durch Augenschein erfasst werden können, sondern nur durch aktive Seefahrt, muss es bereits vor 12.000 Jahren eine derart hochentwickelte Kultur gegeben haben. Diese Kultur hat sich nachweislich im Bereich der „Götter“ erhalten. Vergessen wir nicht, es ist ja Kirke, die Zauberin und Göttin, die im hohen Norden lebt, die Odysseus vor den Gefahren, die diese Reise beinhalten wird, warnt. Kirke ist gleichzeitig auch eine Tochter des Sonnengottes. Da es ihr möglich ist, Anweisungen für die Fahrt zu geben, muss sie über die Gefahrenstellen genau informiert gewesen sein. Das heißt, hier treffen zwei verschiedenartig entwickelte Kulturen zusammen, wobei die niedrigere Kultur durch diesen Anstoß auf ein höheres Niveau gebracht werden soll. Es handelt sich bei der Odyssee und der Fahrt der Argonauten ja nicht sofort um eine ganze Weltumsegelung, sondern ganz sicher um Teilreisen, die dann zu einer geschlossenen Fahrt zusammengesetzt wurden. Man wusste ganz genau wo jeder Teil in die Fahrt rund um den Globus eingesetzt werden musste, auch wenn die Beschreibungen manchmal Jahrtausende auseinanderlagen.  

 

Es war also ein Fahrplan und wurde auch als das genutzt. Jetzt haben wir bereits Atlantis angeschnitten, was heute oft als eine Verschwörungstheorie angesehen wird und laut der herrschenden Geschichtsschreibung, die ja die Geschichtsschreibung der Herrschenden ist, hat es Atlantis nie gegeben. Sie sind dennoch der Meinung, dass es Atlantis gab. Wo war es ihres Erachtens nach? Und was war der Grund für seinen Untergang?

 

Ich habe vor allem auf Grund der Beschreibung von Solon und der von mir gefundenen 14.000 Jahre alten Weltseekarte Nord- und Südamerika als die Insel Atlantis ausgemacht. Solon beschreibt, dass Atlantis vor den Säulen des Herakles liegt, das heißt vor Gibraltar im Atlantik. Weiter macht er aufmerksam, dass Atlantis aus zwei Inseln besteht, die in Nord- und Südrichtung zueinander stehen.  Weiters besitzen diese Inseln schiffbare Flüsse, weite Ebenen mit Wiesen und hohe Berge. Das Gebirge befindet sich im Westen der Inseln, wobei die Gebirgskette auf der Nordinsel nicht die Höhe erreicht wie auf der Südinsel. Das entspricht den Tatsachen mit den Rocky Mountains im Norden und den Anden im Süden, dem größten Kettengebirge der Welt. Ein weiterer wichtiger Hinweis sind die schiffbaren Flüsse, die es auf sämtlichen Inseln im Atlantik schon wegen ihrer Größe, aber noch viel wichtiger, wegen ihres vulkanischen Ursprungs, nicht gibt. Es sind größere Flüsse nur beim Kalkstein möglich und nicht bei vulkanischem Aufbau. Gleichzeitig kann es sich bei Atlantis aber auch nicht um den Atlantischen Rücken, einer untergegangenen Gebirgskette im Atlantik handeln, da die Meeresströmungen um 12.000 v.Chr. mit den heutigen identisch sind. Hätte es um 12.000 v.Chr. diesen Atlantischen Rücken noch gegeben, wären die Meeresströmungen ganz sicher anders verlaufen. Auch bin ich der Ansicht, dass wir vom Untergang von Atlantis ein völlig falsches Bild haben. Es sind nicht die beiden Inseln untergegangen, sondern der Haupthandelshafen mit der uns bekannten Ringform. Aber selbst dieser Hafen wurde mittels NASA-Satellitenbildern vor der Küste von Kuba in 500 Metern Tiefe von Norman Frey entdeckt. In einer Fernsehdokumentation mit dem Titel „Auf der Suche nach Atlantis“ wurde auch vor der Küste von Portugal ein Hafen in Ringform entdeckt. Diese Tatsache könnte man folgendermaßen erklären: Finden wir in der Karibik, dem zentralen Punkt zwischen Nord- und Südamerika, dort wo alle Meeresströmungen zusammentreffen, einen Handelshafen, so ist es doch nicht ausgeschlossen, dass auf der anderen Seite des Atlantik von der gleichen Kultur ein weiterer zentraler Hafen eingerichtet wurde. Diese Tatsache könnte vielleicht auch darauf hinweisen, dass weltweit noch weitere Handelszentren von Atlantern aufgebaut wurden.

 

Wie und warum ging Atlantis unter?

 

Es ist nicht anzunehmen, dass Atlantis mit Mann und Maus untergegangen ist. In diesem Fall hätten wir kaum Nachrichten über seine Vernichtung überliefert bekommen. Eine Erklärung dafür könnte uns das Forscherehepaar Tollmann geben, mit Ihrem Werk „Und die Sintflut gab es doch“. Hier beschreibt Tollmann einen Impakt durch sieben Geschosse, welche die Erde aus dem Weltraum treffen. Einschläge in Pazifik und Atlantik haben einerseits katastrophale Flutwellen, Erdbeben und Vulkanausbrüche zur Folge gehabt und andererseits das Versinken von Landmassen im Ozean. Versinkt aber eine Landmasse, wird ein anderer Bereich, der vielleicht zuvor unter Wasser lag in die Höhe gehoben. Das würde auch die Tatsache erklären, dass der Titicacasee, dessen Wasser Salzwasser ist, um 10.000 v.Chr. in die Höhe gehoben wurde. Diesen Umstand beweist auch Frank Joseph mit einer Muschel am Titicacasee, die er zerreiben konnte. Wäre die Seemuschel Millionen Jahre alt, wäre sie versteinert.  Auch weitere Katastrophen sind nicht ausgeblieben wie zum Beispiel verheerende Brände, sintflutartige Regenfälle und Stürme. Gleichzeitig war das Ende der Eiszeit, so dass auch durch höhere Temperaturen der Meeresspiegel anstieg und Landmassen mit Meeresniveau automatisch überflutet wurden. Es sind sicherlich regionale Küstenbereiche untergegangen, aber auf keinen Fall ganz Atlantis.

 

Das würde auch gleichzeitig implizieren, dass die Maya genau so wenig wie die Azteken ihre Bauwerke selbst errichtet haben und atlantische Bauwerke wiederbesiedelten? 

 

Ich bin der Ansicht, dass dies bei Teotihuacan, Mexiko, sicherlich der Fall ist. In der Sprache der dort lebenden Indianer hat „Teotihuacan“ die Bedeutung von „den Himmel auf die Erde gebracht“. Sie bestätigen auch, dass die Bauwerke bereits gestanden sind, als sie in das Tal zogen. Es ist naheliegenderweise nicht der ganze Himmel, der mit dieser Anlage wiedergegeben wurde, sondern unser Sonnensystem. Es war Peter Tompkins, der dieses Hintergrundwissen der gesamten Anlage erkannte. Die Sonnenpyramide stellt die Sonne dar und die sogenannte „Straße der Toten“, die in gerader Linie von der Sonnenpyramide wegführt, praktisch eine Messlinie. Und im exakt richtigen Abstand zur Sonne wurde jeweils durch ein Monument der nächste Planet festgesetzt. Das konnte eine Pyramide, ein Tempel, Wassergraben oder anderes sein. Daraus können wir schließen, dass die Ausführenden höchste astronomische und mathematische Kenntnisse hatten. Besonders interessant ist die Tatsache, dass auch der Planet Pluto durch ein Bauwerk festgesetzt wurde, obwohl er erst 1930 im letzten Jahrhundert entdeckt wurde. Aus diesen Tatsachen ist unschwer zu erkennen, dass eine Hochkultur diese Anlage geschaffen hat.

 

Wie geht die Wissenschaft mit diesen unglaublichen Entdeckungen, Ihrer Arbeit und Ihren Publikationen um?

 

Das ist leicht zusammenzufassen: Alle meine Arbeiten werden seit 33 Jahren totgeschwiegen. Es handelt sich dabei um meine Bücher von der „Odyssee“, den „Argonauten“ und den beiden Bänden über die „Entdeckung von Amerika“. Diese werden jetzt auch gemeinsam in einem Schuber angeboten. Aber meine Forschungen und Publikationen beschränken sich nicht allein auf den Kulturdiffusionismus, sondern auch auf meinen zweiten Studienbereich, die Kunstgeschichte. Und hier findet sich zum ersten Mal der „Symbolgehalt der Goldenen Periode von Gustav Klimt“, wie auch die symbolische Bedeutung der „Bildhaften Darstellungen der australischen Aborigines“. Meine beiden weiteren Werke erklären die „Altägyptischen Wurzeln des Jugenstils: in Architektur und Kunstdesign“, sowie die „Altägyptischen Wurzeln in der Baukunst und Symbolik des Mittelalters“. In allen diesen Arbeiten kommt zum Ausdruck, dass die alten Ägypter in vielen

Odysseus überquert den „Okeanos“ (Atlantik) und erfährt vom Seher, dass er über das „Veilchenblaue Meer“ nach Hause fahren muss. Das heißt, von Amerika aus gesehen, entspricht das „Veilchenblaue Meer“ dem Pazifik. Odysseus erreicht wieder Kirke und teilt ihr die Entscheidung des Sehers mit. Kirke gibt ihm Ratschläge um die gefährliche Fahrt zu überstehen. Die erste Gefahrenquelle, vor der Kirke warnt sind die Sirenen. Odysseus fährt vom hohen Norden kommend entlang der europäischen Küste bis Westafrika. Von dort überquert er den Atlantik auf der Kanarenstraße, jener Meeresströmung, die ihn vor Brasilien treibt. Trotz dieser langen Fahrt wurde ihm von Kirke verboten an Land zu gehen, da er dabei auf die gefährlichen Riffe auflaufen würde, die der Küste vorgelagert sind. Es handelt sich dabei um die Station der Sirenen, jenen Vögeln, die den Vogelkontinent Südamerika repräsentieren sollen. Einerseits sind es die lieblichen Singvögel, andererseits die Totenvögel, die das Totenreich der Sonne anzeigen sollen. Danach fahren sie um die Plankten, um Kap Hoorn. Das heißt sie wechseln vom Atlantik, dem „Okeanos“ in den Pazifik, das „Veilchenblaue Meer“ des Sehers.

Dabei wurden sie von Kirke beauftragt, dass sie sich an den Felsen halten sollen. Das heißt nichts anderes, als dass sie die Anden nach dem Norden bis kurz vor den Äquator entlangfahren, und zwar bis dorthin, wo der Felsen ein halbes Jahr von einer Wolke umgeben ist. Genau dort sollen sie den Pazifik überqueren. Es handelt sich dabei um die Atacama-Wüste, die ein halbes Jahr Nebelbildung aufweist. Das heißt seefahrtstechnisch, dass sie mit der Südlichen Passatdrift den Pazifik, das „Veilchenblaue Meer“ des Sehers, überqueren.

Die nächste Meeresangabe betrifft das „Schwarze Meer“, dort wo der Strand schwarz von Sand ist. Es handelt sich dabei um den Golf von Bengalen und die Inselwelt Indonesiens. Durch den vulkanischen Aufbau der Inseln entstanden die schwarzen Strände. Danach laufen sie Indien an, die Insel des Helios, des Sonnengottes. Und mit Vorderindien wechseln Odysseus und seine Gefährten ins „Rote Meer“.

Das „Rote Meer“ der alten Hochkulturen, auch Erythräisches Meer genannt, in der Odyssee als weinfarbenes oder rotweinfarbenes Meer bezeichnet, entspricht heute dem Arabischen Meer mit Roten Meer und Persischen Golf. Odysseus segelt mit dem SW-Monsun zur Indischen Küste und ist damit gezwungen über lange Zeit auf den Wechsel zum NO-Monsun zu warten. Nachdem alle Vorräte aufgebraucht waren schlachten sie die Rinder des Sonnengottes, was ihnen aber verboten war. Als Strafe dafür gelangen sie bei der Weiterfahrt nach Arabien in einen starken Sturm, wo alle Gefährten des Odysseus ihr Leben verlieren und er selbst sich nur auf einem Schiffsteil retten kann. Bei der Göttin Calypso wird er an Land geschwemmt, die man der Beschreibung nach im heutigen Oman festsetzen kann. Es werden hohe Felsen beschrieben, wo Vögel nisten und der Rauch von Zedern und Harzbaum beschrieben wird. Es handelt sich dabei um die im Altertum in diesem Gebiet reichen Kupfervorkommen, die, um als Handelsware verwertet werden zu können, zu Barren geschmolzen werden mussten. So ist die Beschreibung dieses Gebietes auch sehr zutreffend.

Nach sieben Jahren verkündet der Götterbeschluss, dass Odysseus nach Hause fahren darf. Er fährt durch das heutige Rote Meer zur Halbinsel Sinai, die Homer als einen Schild im Meer liegend beschreibt. Dort trifft er auf die Phäaken, die Menschen auf der „Schwarzen Erde“. Darunter versteht man nicht den Kontinent Afrika, sondern Ägypten, und zwar den fruchtbaren schwarzen Nilstreifen. Bei den Ägyptern, die diese Weltumsegelung in Auftrag gegeben haben, ist die Reise beendet. Die Phäaken bringen Odysseus danach auf dem „Grauen Meer“ nach Hause. Es ist anzumerken, dass die Ägypter auch das einzige Volk sind, das gleichzeitig zum „Roten Meer“ und zum „Grauen Meer“ zutritt hat. Der Sternenstand, der bei Calypso angegeben wird, hat erst ab dem 30. Breitengrad seine Bedeutung. Er sagt nämlich aus, dass die Phäaken Odysseus in nordöstlicher Segelrichtung nach Hause fahren. Da Kairo am 30. Breitengrad liegt entspricht die Segelrichtung nach dem Nordosten Phönizien. Eine Reise, die immer in westlicher Segelrichtung verläuft, kann aber nur auf der Erdkugel durchgeführt worden sein.

Das heißt, die Ägypter beauftragten die Phönizier Seefahrt zu betreiben, um zu wichtigen Handelsgütern zu gelangen. Die Hochkultur der Ägypter muss zu diesem Zeitpunkt bereits voll entwickelt gewesen sein, um eine derartige Reise in Auftrag zu geben. Haben sie damit auch Homer beeinflusst?

Woher die Ägypter ihr Wissen hatten ist aus der Odyssee nicht ersichtlich. Was wir aber noch heute sehen können sind ihre gigantischen Pyramiden und Tempelbauten, bzw. das daraus abgeleitete astronomische und mathematische Wissen. Der Ausdehnungsbereich Ägyptens hat auch den Nahen Osten miteinbezogen, so dass die Phönizier, die hervorragende Seeleute waren, ganz einfach beauftragt wurden. Nach 1000 v.Chr., als in Ägypten die Fremdherrschaften begannen, wurden die Phönizier zur großen Handelsmacht mit Zentrum Karthago. Svetlana Balabanova fand z.B. in den Haaren von ägyptischen Mumien Rückstände von Kokain, die nach dem Tod des Menschen nicht abgebaut werden. Kokain mit Suchtgiftwirkung findet man weltweit nur an einer Stelle, nämlich im Bereich von Peru und den angrenzenden Ländern wie Bolivien. Auch der Tabak war den alten Ägyptern bekannt, so dass man annehmen kann, dass die Phönizier als Drogenhändler Ägyptens fungierten. Sie brachten Kokain aus Peru, Tabak aus Mexiko und dem pazifischen Raum, Opium aus Hinterindien und Weihrauch aus Arabien. Allerdings muss man anmerken, dass die Suchtgifte in erster Linie zum medizinischen Gebrauch, für religiöse Zeremonien und zur Mumifizierung verwendet wurden. Seltener wird es Missbrauch gegeben haben. Um nun noch einmal auf das Epos zu sprechen zu kommen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Griechen während der Ptolemäerzeit, also der griechischen Besetzung Ägyptens, mit der Odyssee, wie auch der Fahrt der Argonauten, in Berührung kamen. Viele Griechen fuhren damals zur Ausbildung in ägyptische Tempel, wo sie von Priestern unterrichtet wurden. Und auf diesem Weg fanden die großen Epen ihren Eingang in das griechische Bewusstsein.

In der Odyssee wird auch ein seltsamer „Schlauch der Winde“ erwähnt. Es mutet an, dass es sich dabei um ein technisches Gerät handelt. Was könnte es sein?

Dabei handelt es sich um die Insel des Aiolos, dem „Herrn der Winde“. Die Insel hat einige Besonderheiten. Einerseits ist sie so steil, dass man sie nicht erklimmen kann und andererseits ist sie in der Lage ihre Position zu verändern. Odysseus wird beim Abschied vom Windgott Aiolos ein Schlauch, der die gesammelten Winde beinhaltet, übergeben. Seine Gefährten öffnen den Schlauch und werden, da sie ihn nicht bedienen können, zur Insel des Aiolos zurückgetrieben. Was ist nun in diesem Schlauch? Es kann sich nur um ein Gerät handeln, das den Kapitän eines Schiffes unabhängig von Wind und Meeresströmungen in seine gewünschte Richtung fahren lässt. Und das kann nichts anderes als ein Art Motor gewesen sein. Unter dem Schiff des Aiolos kann man daher nur das Schiff einer Hochkultur verstehen, das seine Position verändern kann. So ist auch verständlich, dass es so steil ist, dass Odysseus an Bord geholt werden musste. Halten wir uns außerdem vor Augen halten, dass die Griechen jede noch so kleine Kykladeninsel fanden und vor allem auch wussten, dass sie ihre Position nicht verändern konnte. So gesehen war die Insel des Aiolos eine ganz besondere Insel.

Das heißt, die Insel des Aiolos war ein großes Schiff einer Hochkultur, die bereits über motorisierte Technik verfügte und sich daher gegen die Strömungen und gegen die Winde bewegen konnte. Was ist ihr Verdacht? Welche Kultur war damals so weit?

Dabei müsste es sich um die Kultur von Atlantis gehandelt haben. Solon beschreibt ja, dass die Atlanter gegen Europa gekämpft haben und als Sieger hervorgegangen sind. Das heißt, sie müssten bereits vor 10.000 v.Chr. Europa unterworfen haben. Dass dies tatsächlich der Fall gewesen sein kann, beweist die von mir gefundene 14.000 Jahre alte Weltseekarte, die sämtliche Meeresströmungen aufweist, wie sie auch heute noch angetroffen werden. Diese Karte konnte ich aus Felszeichnungen aus verschiedenen Höhlen in Nordwestspanien zusammensetzen. Diese Wandmalereien wurden in der ganzen Region auf ein Alter von 15.000 bis 10.000 v.Chr. festgesetzt. Im Bereich des Atlantik wurden die verschiedenen Strömungen, auch in ihrer Stärke exakt den heutigen entsprechend, wiedergegeben. Da Meeresströmungen nicht durch Augenschein erfasst werden können, sondern nur durch aktive Seefahrt, muss es bereits vor 12.000 Jahren eine derart hochentwickelte Kultur gegeben haben. Diese Kultur hat sich nachweislich im Bereich der „Götter“ erhalten. Vergessen wir nicht, es ist ja Kirke, die Zauberin und Göttin, die im hohen Norden lebt, die Odysseus vor den Gefahren, die diese Reise beinhalten wird, warnt. Kirke ist gleichzeitig auch eine Tochter des Sonnengottes. Da es ihr möglich ist, Anweisungen für die Fahrt zu geben, muss sie über die Gefahrenstellen genau informiert gewesen sein. Das heißt, hier treffen zwei verschiedenartig entwickelte Kulturen zusammen, wobei die niedrigere Kultur durch diesen Anstoß auf ein höheres Niveau gebracht werden soll. Es handelt sich bei der Odyssee und der Fahrt der Argonauten ja nicht sofort um eine ganze Weltumsegelung, sondern ganz sicher um Teilreisen, die dann zu einer geschlossenen Fahrt zusammengesetzt wurden. Man wusste ganz genau wo jeder Teil in die Fahrt rund um den Globus eingesetzt werden musste, auch wenn die Beschreibungen manchmal Jahrtausende auseinanderlagen.

Es war also ein Fahrplan und wurde auch als das genutzt. Jetzt haben wir bereits Atlantis angeschnitten, was heute oft als eine Verschwörungstheorie angesehen wird und laut der herrschenden Geschichtsschreibung, die ja die Geschichtsschreibung der Herrschenden ist, hat es Atlantis nie gegeben. Sie sind dennoch der Meinung, dass es Atlantis gab. Wo war es ihres Erachtens nach? Und was war der Grund für seinen Untergang?

Ich habe vor allem auf Grund der Beschreibung von Solon und der von mir gefundenen 14.000 Jahre alten Weltseekarte Nord- und Südamerika als die Insel Atlantis ausgemacht. Solon beschreibt, dass Atlantis vor den Säulen des Herakles liegt, das heißt vor Gibraltar im Atlantik. Weiter macht er aufmerksam, dass Atlantis aus zwei Inseln besteht, die in Nord- und Südrichtung zueinander stehen. Weiters besitzen diese Inseln schiffbare Flüsse, weite Ebenen mit Wiesen und hohe Berge. Das Gebirge befindet sich im Westen der Inseln, wobei die Gebirgskette auf der Nordinsel nicht die Höhe erreicht wie auf der Südinsel. Das entspricht den Tatsachen mit den Rocky Mountains im Norden und den Anden im Süden, dem größten Kettengebirge der Welt. Ein weiterer wichtiger Hinweis sind die schiffbaren Flüsse, die es auf sämtlichen Inseln im Atlantik schon wegen ihrer Größe, aber noch viel wichtiger, wegen ihres vulkanischen Ursprungs, nicht gibt. Es sind größere Flüsse nur beim Kalkstein möglich und nicht bei vulkanischem Aufbau. Gleichzeitig kann es sich bei Atlantis aber auch nicht um den Atlantischen Rücken, einer untergegangenen Gebirgskette im Atlantik handeln, da die Meeresströmungen um 12.000 v.Chr. mit den heutigen identisch sind. Hätte es um 12.000 v.Chr. diesen Atlantischen Rücken noch gegeben, wären die Meeresströmungen ganz sicher anders verlaufen. Auch bin ich der Ansicht, dass wir vom Untergang von Atlantis ein völlig falsches Bild haben. Es sind nicht die beiden Inseln untergegangen, sondern der Haupthandelshafen mit der uns bekannten Ringform. Aber selbst dieser Hafen wurde mittels NASA-Satellitenbildern vor der Küste von Kuba in 500 Metern Tiefe von Norman Frey entdeckt. In einer Fernsehdokumentation mit dem Titel „Auf der Suche nach Atlantis“ wurde auch vor der Küste von Portugal ein Hafen in Ringform entdeckt. Diese Tatsache könnte man folgendermaßen erklären: Finden wir in der Karibik, dem zentralen Punkt zwischen Nord- und Südamerika, dort wo alle Meeresströmungen zusammentreffen, einen Handelshafen, so ist es doch nicht ausgeschlossen, dass auf der anderen Seite des Atlantik von der gleichen Kultur ein weiterer zentraler Hafen eingerichtet wurde. Diese Tatsache könnte vielleicht auch darauf hinweisen, dass weltweit noch weitere Handelszentren von Atlantern aufgebaut wurden.

Wie und warum ging Atlantis unter?

Es ist nicht anzunehmen, dass Atlantis mit Mann und Maus untergegangen ist. In diesem Fall hätten wir kaum Nachrichten über seine Vernichtung überliefert bekommen. Eine Erklärung dafür könnte uns das Forscherehepaar Tollmann geben, mit Ihrem Werk „Und die Sintflut gab es doch“. Hier beschreibt Tollmann einen Impakt durch sieben Geschosse, welche die Erde aus dem Weltraum treffen. Einschläge in Pazifik und Atlantik haben einerseits katastrophale Flutwellen, Erdbeben und Vulkanausbrüche zur Folge gehabt und andererseits das Versinken von Landmassen im Ozean. Versinkt aber eine Landmasse, wird ein anderer Bereich, der vielleicht zuvor unter Wasser lag in die Höhe gehoben. Das würde auch die Tatsache erklären, dass der Titicacasee, dessen Wasser Salzwasser ist, um 10.000 v.Chr. in die Höhe gehoben wurde. Diesen Umstand beweist auch Frank Joseph mit einer Muschel am Titicacasee, die er zerreiben konnte. Wäre die Seemuschel Millionen Jahre alt, wäre sie versteinert. Auch weitere Katastrophen sind nicht ausgeblieben wie zum Beispiel verheerende Brände, sintflutartige Regenfälle und Stürme. Gleichzeitig war das Ende der Eiszeit, so dass auch durch höhere Temperaturen der Meeresspiegel anstieg und Landmassen mit Meeresniveau automatisch überflutet wurden. Es sind sicherlich regionale Küstenbereiche untergegangen, aber auf keinen Fall ganz Atlantis.

Das würde auch gleichzeitig implizieren, dass die Maya genau so wenig wie die Azteken ihre Bauwerke selbst errichtet haben und atlantische Bauwerke wiederbesiedelten.

Ich bin der Ansicht, dass dies bei Teotihuacan, Mexiko, sicherlich der Fall ist. In der Sprache der dort lebenden Indianer hat „Teotihuacan“ die Bedeutung von „den Himmel auf die Erde gebracht“. Sie bestätigen auch, dass die Bauwerke bereits gestanden sind, als sie in das Tal zogen. Es ist naheliegenderweise nicht der ganze Himmel, der mit dieser Anlage wiedergegeben wurde, sondern unser Sonnensystem. Es war Peter Tompkins, der dieses Hintergrundwissen der gesamten Anlage erkannte. Die Sonnenpyramide stellt die Sonne dar und die sogenannte „Straße der Toten“, die in gerader Linie von der Sonnenpyramide wegführt, praktisch eine Messlinie. Und im exakt richtigen Abstand zur Sonne wurde jeweils durch ein Monument der nächste Planet festgesetzt. Das konnte eine Pyramide, ein Tempel, Wassergraben oder anderes sein. Daraus können wir schließen, dass die Ausführenden höchste astronomische und mathematische Kenntnisse hatten. Besonders interessant ist die Tatsache, dass auch der Planet Pluto durch ein Bauwerk festgesetzt wurde, obwohl er erst 1930 im letzten Jahrhundert entdeckt wurde. Aus diesen Tatsachen ist unschwer zu erkennen, dass eine Hochkultur diese Anlage geschaffen hat.

Wie geht die Wissenschaft mit diesen unglaublichen Entdeckungen, Ihrer Arbeit und Ihren Publikationen um?

Das ist leicht zusammenzufassen: Alle meine Arbeiten werden seit 33 Jahren totgeschwiegen. Es handelt sich dabei um meine Bücher von der „Odyssee“, den „Argonauten“ und den beiden Bänden über die „Entdeckung von Amerika“. Diese werden jetzt auch gemeinsam in einem Schuber angeboten. Aber meine Forschungen und Publikationen beschränken sich nicht allein auf den Kulturdiffusionismus, sondern auch auf meinen zweiten Studienbereich, die Kunstgeschichte. Und hier findet sich zum ersten Mal der „Symbolgehalt der Goldenen Periode von Gustav Klimt“, wie auch die symbolische Bedeutung der „Bildhaften Darstellungen der australischen Aborigines“. Meine beiden weiteren Werke erklären die „Altägyptischen Wurzeln des Jugenstils: in Architektur und Kunstdesign“, sowie die „Altägyptischen Wurzeln in der Baukunst und Symbolik des Mittelalters“. In allen diesen Arbeiten kommt zum Ausdruck, dass die alten Ägypter in vielen Bereichen wie zum Beispiel Kunst, Religion, Symbolik, … über Jahrtausende großen Einfluss ausübten. Mein vorläufig letztes Buch trägt den Titel „Das Sternbild des Orion – Seine Erscheinungsformen auf Erde und Mars“. Als Herausgeber für drei Arbeiten von Kurt Schildmann, die auf sprachwissenschaftlicher Basis die weltweiten diffusionistischen Zusammenhänge aufzeigen, fungierte ich für folgende Bücher: „Maya Transition Epigraphic Dictionary“, „Indus Script Deciphering“ (beide Bücher in Englisch) und „Deciphering of Inscriptions of the Burrows Cave, Glozel and the Crespi Collection“ (teils Englisch, teils Deutsch). Weiters möchte ich den interessierten Leser noch auf meine Website aufmerksam machen, in der in über 400 Artikeln, von mehr als 100 Autoren weltweit publiziert, das Faktum des Kulturdiffusionismus in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen aufgezeigt wird.

http://www.migration-diffusion.info

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Mario Rank


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