Die Schicksalsgesetze

24. Oktober 2017

Lieber Rüdiger Dahlke, vielen Dank, dass Du dir die Zeit für ein Interview mit uns genommen hast. Deiner Ansicht nach gibt es zentrale Grundgesetze des Lebens, die, wenn man sie einhält, uns zu innerem Frieden führen. Kannst Du diese bitte aufzählen?

Die Welt der Gegensätze, in der wir leben, ist bestimmt vom Polaritätsgesetz. Darunter würde ich dann das Resonanzgesetz - das Gesetz der Anziehung - ansiedeln. Phänomene wie z.B. „Liebe“, also überall da, wo wir in „Resonanz“ gehen, fallen unter dieses Gesetz der Anziehung. Darunter sind dann Gesetze wie z.B. das „Gesetz des Anfangs“, das besagt, dass alles schon im Anfang liegt oder z.B. das Pars-pro-toto-Gesetz, das sagt, dass in jedem Teil das Ganze liegt – also z.B. die Fußsohle den ganzen Menschen widerspiegelt. In jeder Zelle des Körpers sind alle Informationen für den ganzen Organismus vorhanden! Das wären die wichtigen Gesetze. Darüberhinaus gibt es noch Felder, auf die Rituale Einfluss nehmen.

Akzeptiert man diese Gesetze und orientiert sich an ihnen, gibt es nicht so viele Widerstände im Leben, was wiederum zu innerem Frieden beträgt. Um wirklich inneren Frieden zu erreichen, wäre es noch hilfreich zu meditieren und sich auch entsprechend zu ernähren usw.

Und diese Gesetze sollen für jeden Menschen gleich sein?

Das ist bei Gesetzen so. Menschen tun sich verschieden schwer mit den Gesetzen, aber die Gesetze sind für alle die Gleichen! Verkehrsgesetze gelten für alle, Finanzgesetze, Strafgesetze - das ist nichts besonders Neues bei Gesetzen. Die Frage ist, auf welcher Ebene befindet man sich? Dazu muss man die Hierarchie bedenken. Das Polaritätsgesetz ist von den Gesetzen innerhalb der Welt der Gegensätze das Wichtigste. Es ist übergeordnet. Das Resonanzgesetz ist auch ein wichtiges Gesetz, aber wenn du dich nur darauf verlässt, holt dich das Polaritätsgesetz irgendwann ein und du kommst in den Gegenpol zu tun, das ist zu bedenken. Gesetze gelten in der Regel für alle - auch für die, die sie lehren.

Du vertrittst ja unter anderem die Meinung, dass wir sozusagen unseres Schicksals eigener Schmied
sind und dass wir die Krankheiten in unserem Leben mehr oder weniger selber erschaffen, frei nach dem Motto „Ein gesunder Geist, ein gesunder Körper“. Wie sieht es aber aus mit den sogenannten angeborenen Krankheiten, die bereits im Mutterleib entstehen? Auf das hat man ja eigentlich keinen Einfluss, oder?

Doch. Aufgrund meiner 27 Jahre Erfahrung mit Reinarnationstherapie weiß ich von der Kette der Leben. Wir sehen immer nur einen kleinen Ausschnitt. Nehmen wir den Ausschnitt von morgens neun bis zehn Uhr, da könnte ein Mensch sagen: Ich esse mein Müsli und höre schöne Musik, meditiere ein wenig und dann kommt der Briefträger und bringt zwei Briefe. Der eine ist von der Bank und da sind 40.000 Euro minus auf dem Konto, der andere Brief kommt vom Internisten und beinhaltet die Nachricht „Leberwerte zu hoch“. Nun könnte dieser Mensch sagen: „Wie ungerecht, ich habe heute noch nichts ausgegeben, und noch gar nichts getrunken, sondern nur meditiert. Wie kann das sein?“ Naja, all die Tage vorher hat er ordentlich getrunken und damit seine Leber ruiniert und finanziell über seine Verhältnisse gelebt. Deswegen bringt der Briefträger diese Briefe. Wenn du nur die eine Stunde von neun bis zehn Uhr hernimmst, empfindet man das als „ungerecht“. Wenn du die Monate davor ebenso betrachtest, ist es “nicht so ungerecht“.

Jetzt übertragen wir das in einen größeren Maßstab: Wir bringen alle etwas mit in dieses Leben. Wir kommen alle nicht als liebe Englein auf die Welt. Wer schon einmal ein Kind erlebt hat, der weiß das auch. Sie bringen viel mit: Aufgaben, Erbgut,... Wir überschauen in dieser Kultur nur immer dieses eine Leben und sehen da schnell etwas als ungerecht an, aber es ist - wenn man die Kette des Lebens ansieht - nicht ungerecht.

Und dann ist es ja auch so, dass wir Krankheitsbilder brauchen, um bestimmte Dinge zu lernen. Das ist eine Erfahrung, die wir nicht so negativ sehen sollten. Es ist aber nicht so, dass sich jemand vorsätzlich seine Krankheit einbildet und kreiert. Wir kreieren sie durch unser Leben. Sie entstehen dadurch. Wenn man über lange Zeit in der Reinkarnationstherapie arbeitet, verliert man das Gefühl völlig, dass etwas ungerecht sei. Uns fallen die Dinge gesetzmäßig zu. Das ist der Zufall, das was uns gesetzmäßig „zu–fällt“.

Also du siehst damit die körperliche Manifestation - sprich den Menschen, die Hülle unserer Seele - in einem Zyklus?

Es ist wie eine Wohnung. Du siedelst in eine Wohnung im 19. Bezirk und nach ein paar Jahren ziehst du aus und ziehst in den 2. Bezirk. So ungefähr ist es mit unserem Körper auch. Du wirst in den Jahren, in denen du im 19. Bezirk wohnst, mit dieser Wohnung gut umgehen. So ist es mit dem Körper auch. Die Seele ist kontinuierlich, sie geht durch verschiedene Stationen, verschiedene Körper, lernt verschiedene Dinge. So würde man das aus der Sicht der Reinkarnationstherapie, des Buddhismus oder Hinduismus sehen. Man sollte gut sein zu seinem Körper, so lange man darin lebt. Aber man sollte ihn auch nicht überbewerten. Das tust du mit einer Mietwohnung nicht, mit dem eigenen Haus schon eher. Das tun viele Leute in Deutschland zum Beispiel, die die „Häuslbauer – Mentalität“ haben, da ist dann „das Häusle alles“ - das ist natürlich übertriebene. So hängt man sich viel zu sehr an das Haus. Wir sind Gäste - Gäste auf dieser Erde. Es ist an sich lächerlich, ein Stück Land zu kaufen und einzuzäunen. Schon den Maulwürfen sind die Grenzen egal. Alle wirklich natürlichen Instanzen beziehen sich nicht darauf - das ist nur unser Theater im Hirn. Wir wollen etwas besitzen. Eigentlich ist es nur eine Leihgabe. Wir können es anständig verwalten - als Leihgabe.

Wie siehst du die aktuelle Entwicklung der Menschheit? Glaubst Du an ein Erwachen, an ein bewussteres Dasein unserer Spezies?

Ich hoffe das immer. Ich habe schon die Hippiezeit und 68-er Jahre miterlebt - das war eine ähnliche Stimmung wie jetzt. Damals war ich jung und es war etwas Großartiges für mich. Jetzt sehe ich mir das Ganze mit einer größeren Distanz an – also, wie ihr das jetzt macht. Aber wenn ich das höre von Amerika, wo die Wallstreet und 146 Städte besetzt sind, dann habe ich da Hoffnung, dass sich die 99 % der Menschen nicht länger von dem superreichen 1 % schikanieren lassen. Es ist eine richtige Bürgerbewegung. Das war es damals auch: Wir waren alle bürgerliche Kinder, keiner war jemals in Vietnam, kaum einer war Arbeiterkind. Wir glaubten zu wissen, wie es in Vietnam und auf der Welt zuging und waren mit einem unglaublichen Elan dabei. Insofern habe ich jetzt etwas Distanz, aber Hoffnung habe ich immer. Wenn du mir vor zwei Jahren gesagt hättest, dass im Schwabenland - das ist so schwarz wie Niederösterreich – da haben schwarze Atompolitiker die marodesten Atomkraftwerke der Industrie abgekauft - ein grüner Politiker Ministerpräsident wird, hätte das kein Mensch geglaubt. Es ist da Einiges in Bewegung!

Wer hätte schon vor 20 Jahren geglaubt, dass die Mauer fallen könnte. Und plötzlich war sie weg!

Österreich hätte unglaubliches Potenzial von der Bevölkerung her, die schon vor 30 Jahren der Atompolitik die rote Karte zeigte. Es wurde dann aber anschließend von der Politik entsetzlich viel verpasst - hier werden Eurofighter gekauft, für die das Land viel zu klein ist. Wenn ich Deutschland im Moment ansehen, gehe ich davon aus, dass dort in zehn Jahren die Energiewende geschafft sein wird. Ich habe also schon große Hoffnung, dass es eine Bewusstseinswende zum Besseren gibt. Es muss halt immer auch nachhaltig werden. Wir haben das 1968 versäumt und ewig geredet über neue Politik, neue Medizin - inhaltlich ist jedoch überhaupt nichts geschehen! Die Grünen haben weder in Österreich noch in Deutschland ein Medizinkonzept, welches wirklich tiefer geht und nachhaltig wäre. Sie wollen nur andere Köpfe an die Spitze stellen, daran sehe ich erstmal keinen Vorteil. Also ich glaube, wenn wir jetzt grüne Köpfe wählen so wie vorher schwarze, mag das ästhetisch angenehmer sein für einige, aber das ändert noch nichts. Da müsste inhaltlich einfach etwas Nachhaltiges kommen. Und da fühle ich mich angesprochen, in diese Richtung zu denken, etwas zu schreiben, etwas zu machen.

Möchtest Du in die Politik gehen?

Nein, ich möchte wirklich etwas verändern. Was Politik angeht, halte ich das meiste für leere Kilometer Man sitzt Zeit ab und redet, redet, redet,... - das möchte ich nicht. Ich möchte gerne beraten und da sehe ich auch meine Aufgabe. Auch jetzt - ich habe schon lange nicht mehr demonstriert, das müsst ihr jetzt machen. Im Endeffekt glaube ich, muss die Bewegung wirklich von dem Einzelnen und von Euch Jungen kommen. Das ist meine Hoffnung! Gorbatschow zum Beispiel hat von „oben runter“ den Ostblock aufgelöst. Das, was nachgekommen ist, ist ehrlich gesagt auch nicht so viel besser. Wenn es von unten käme, wenn wir anfangen umzudenken und die Leute werden innerlich friedlicher, in sich ruhender, gesünder, vitaler, besser durchblutet, was ich mit meinem letzten Buch „„Peace-Food“ anstoße, dann wird ganz nebenbei ein anderes Feld entstehen, in dem nicht mehr unzählige Tiere auf grausame Art daran glauben müssen, wir die sogenannte dritte Welt nicht mehr so hungern lassen, weil wir ihre Kohlehydrate als Tierfutter wegkaufen, dann könnte so viel passieren. Und ich bin mir sicher, dass sich dann auch mehr inhaltlich ändert und die Leute mehr für sich in die Verantwortung gehen.

Wir danken für das nette Gespräch!

Dr. Med Rüdiger Dahlke arbeitet seit über 30 Jahren als Arzt und Seminarleiter, Autor und Trainer. Er hat mit Büchern zur Krankheitsbilder-Deutung wie Krankheit als Weg, Krankheit als Sprache der Seele, Krankheit als Symbol, u.a. eine ganzheitliche Psychosomatik begründet, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Seine Bücher „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“„Das Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ sowie die zugehörigen CDs liefern dafür die philosophischen und praktischen Grundlagen. In Seminaren und auf Reisen führt er in die Welt der Seelenbilder und regt zu eigenverantwortlichen auf Entwicklung zielende Lebensstrategien an. Sein Ziel, ein Feld „ansteckender Gesundheit“ aufzubauen, spiegelt sich auch in Büchern wie zuletzt „Peace-Food – wie Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“, „Die Spuren der Seele – was Hand und Fuß über uns verraten“ oder „Von der großen Verwandlung – wir sterben und werden weiterleben“. Vor allem aber auch in der Verwirklichung eines alten Traumes, dem Projekt TamanGa in der Südsteiermark, das er mit seiner Lebenspartnerin Rita Fasel und Freunden als Lebens- und Arbeits-Gemeinschaft verwirklicht und das Anfang 2012 seinen Betrieb auf​genommen hat.

Das Gespräch führte Mario Rank in Beisein von Karl Lesina und ist auch in der Dezember-2011 Ausgabe vom MYSTIKUM nachzulesen.


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on Roland Roth
 
Fliegende Gefährte gibt es ja in einer Vielzahl alter Überlieferungen und Schriften. So sind auch die biblischen Texte keine Ausnahme, wie die nachfolgenden  biblischen Beschreibungen über Cherubim und Seraphim nur allzu deutlich zeigen.
 
In einem Bericht über eine Liturgie des 10. Jahrhunderts liest man, dass schon in der frühchristlichen griechischen Messe während eines Teils der Flabelle von den Diakonen getragen wurden. Flabelle sind große Wedel aus Pfauenfedern, feinem Leder oder aus Leinwand. Noch heute werden dem Papst bei feierlichen Prozessionen in Rom solche Fächer vorausgetragen, beispielsweise bei dem Einzug in die Peterskirche zur Zelebrierung oder Assistenz der Messe.
 
Der Zweck dieser Prozedur, die frappierend einer kultischen Handlung gleicht, soll folgende sein: An einer Stelle umbraust den Priester der Siegeshymnus, das „Epinikon“ (Engelslobgesang, Hymnus thriumphalis) der Cherubim und Seraphim, die singen, rufen, schreien, und der Priester „fühlt den Flügelschlag der himmlischen Heerscharen, wenn die Diakone mit den Flabellen fächern.“
 
Was hat es nun mit den Cherubim und Seraphim und deren Verhalten auf sich? Lassen wir doch die Heiligen Bücher sprechen:
 
„Und er (Jehova-d. Verf.) fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er erschien auf den Fittichen des Windes.“
(2. Samuel Kap. 22,Vers 11)
 
„Gott aber fuhr zum Paradies auf einem Cherubwagen.“
(Apokalypse d. Moses: Kap.Adam und Eva, Vers 22)
 
„Die Cherubim tragen voll Ehrfurcht den Thron.“
(Testament des Adam)
 
Die Cherubim waren also Träger der Gottheit oder Träger des Thrones. Ein auf Keruben reitender Gott? Was waren diese Cherubim?
 
„Keruben nennen sie die Hebräer; das sind geflügelte Wesen, deren Gestalt sich mit keinem, was Menschen je sahen, vergleichen lässt.“
(Josephus, Ant.3,5)
 
Nicht anders ist es mit den Seraphim. Diese stelle man sich als menschengestaltig mit sechs Flügeln vor und die Luther–Übersetzung lautet denn auch treffend: „feuriger Drache“. Im Testament des Abraham (Kap. 1,4) findet man auch folgende Beschreibungen:
 
„... das Dreimalheilige der Seraphim....das Getöse ihrer Flügel....denn die Seraphim hatten die Geflogenheit, mit den Flügeln zu schlagen, wobei sich ein harmonischer Ton in dem ihrer Verehrung geweihten Tempel ergab...“
 
Potzblitz, was muss man da lesen:
„...feurige Drachen“ ?
„...das Getöse ihrer Flügel“ ?...
„...wobei sich ein harmonischer Ton in dem ihrer Verehrung geweihten Tempel ergab....“?
 
Sind Cherubim und Seraphim schlicht andere Bezeichnungen für technische Flugkörper, wie wir sie heute als Helikopter kennen? Fluggeräte, die uns heute überaus geläufig sind? Und hatten diese Tempel keine andere Bedeutung als Hangars, von denen aus die Vehikel starteten? Erinnert uns das nicht frappierend an Josef F. Blumrichs Hesekiel-Konstruktion und den Tempel-Beschreibungen Hans Herbert Beiers?
 
Was der Papst als „Stellvertreter Gottes“ wohl denken mag, wenn er es seinem Gott gleichtun und die feierlichen Prozessionen mit einem neuzeitlichen Fluggerät absolvieren würde? 
 
(Bild 1)
 
Ist das Verehren der Cherubim und Seraphim nichts anderes als ein mehr als deutlicher „Cargo Kult“, eine Verehrung und Anbetung von unverstandener Technologie und unverstandener Ereignisse?
 
Aber bereits bei der Vertreibung von Adam und Eva finden wir Hinweise auf die Cherubim, die alles andere waren als gutmütige Engel, was insbesondere heute so viele Zeitgenossen in ihnen sehen möchten.
 
Als Adam und Eva gegen das göttliche Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen, verstoßen, wurden sie aus dem Paradies vertrieben. Damit sie auf keinen Fall in den Garten zurückkehren würden, positionierte Gott einen Engel am Eingang. Der war mit einem feurigen Schwert bewaffnet.
 
Liest man den Text in den hebräischen Urtexten nach, so gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen dem weitverbreiteten Volksglauben und dem biblischen Wortlaut:
 
„Und er (Gott) trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens“.
 
Es ist also abermals von den ominösen Cherubim die Rede. Bewaffnet waren diese merkwürdigen Cherubim mit dem flammenden Schwert. Der Bestseller-Autor und Theologie-Fachmann Walter-Jörg Langbein stellt in seinem „Lexikon der biblischen Irrtümer“ die zahlreichen Übersetzungsfehler in der Bibel vor. So auch hier, denn warum waren diese Cherubim mit nur einem Schwert bewaffnet? Die korrekte übersetzung lautet hier: „Und er (Gott) trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim und das flammende, blitzende Schwert“. Das „flammende Schwert“ war also ein einzelner, unabhängiger Gegenstand. Was war mit dem „flammenden, blitzenden Schwert“ gemeint? Ein Naturpänomen oder eine Waffe?
 
(Bild 2)
 
Der Privatgelehrte Pietro Bandini hat sich in seinem vielbachteten Werk „Die Rückkehr der Engel“ intensiv mit den himmlischen Wesen auseinandergesetzt und merkte treffend an, „die Engel dieser zweitedelsten Klasse müßten der ersten Menschheit, also der adamitischen Linie, in zwiespältiger Erinnerung sein“, weil sie die Menschen daran hinderten, ins Paradies zurückzukehren.
 
Die Cherubim waren also keineswegs „Engel“ in unserem heutigen Verständnis. Darüber hinaus sind die technischen Beschreibungen dieser Fabelwesen ein Indiz dafür, dass es sich um Gefährte einer technologisch weit fortgeschrittenen Zivilisation handelte.
 
Der Historiker und profunde Kenner des jüdischen Glaubens Flavius Josephus schreibt: „Sie sind fliegende Kreaturen, deren Gestalt nicht wie die irgendeiner anderen Kreatur ist.“ Diese Fabelwesen hatten nach dem Alten Testament zwar Flügel, waren aber keine Engel!
 
Gott höchstpersönlich nutzte die Cherubim eindrucksvoll: „Gepriesen bist du (Gott), der in die Tiefen schaut und auf Cherubim thront, gelobt und gerühmt in Ewigkeit.“ Gott nutze diese effektvolle Sitzgelegenheit aber auch als schnelles, vielseitiges Verkehrsmittel zum Reisen am Boden, aber auch zum Fliegen: „Er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Flügeln des Windes.“
 
Es lässt keinen Zweifel daran, dass die Cherubim als besonders heilig verehrt, oder auch gefürchtet wurden. Immerhin waren sie für unsere Altvorderen schier phantastisch anmutende Vehikel, die bei jeder Gelegenheit in Form einer Statue oder anderen Art und Weise geehrt wurden. Die Informationen über diese merkwürdigen Wesen sind im Alten Testament eher spärlich. So wurden in außerbiblischen Texten viele Ergänzungen vorgenommen. Aus den mysteriösen Gefährten wurden Engel, meist aber auch negative. Im Äthiopischen Henochbuch werden sie in Kapitel XX mit den bösartigen Schlangen in einem Atemzug genannt. In Kapitel LXI werden sie gar als „Engel der Gewalt“ bezeichnet.
 
Diese Beschreibungen haben wohl weniger mit friedvollen Engeln zu tun, als mit beängstigenden Kriegsmaschinen, die von einer überlegenen Technologie abstammen.
 
In der Offenbarung des Johannes (9,1-11) finden wir sogar noch genaue Details über das Aussehen dieser wenig engelsgleichen Maschinen:
 
„...Und die Gestalten der Heuschrecken waren gleich zum Kampfe gerüsteten Pferden, und auf ihren Köpfen wie Kronen gleich Gold, und ihre Angesichter wie Menschen–Angesichter; und sie hatten Haare wie Weiberhaare, und ihre Zähne waren wie die Löwen. Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Geräusch von Wagen mit vielen Pferden, die in den Kampf laufen...“
 
(Bild 3)
 
Diese „Heuschrecken“ waren „gleich zum Kampfe gerüsteten Pferden“ und „sie hatten Panzer wie eiserne Panzer“. Nun, was sehe ich in diesen Beschreibungen, wenn ich sie mit modernen Augen lese? Heuschrecken? Oder gefährlich aussehende, helikopterähnliche Vehikel, die mit ohrenbetäubenden Lärm und bis an die Zähne besetzter Bewaffnung durch die Luft rasen?
 
Sind Cherubim und Seraphim eine in das Unterbewusste zurückgefallene Erinnerung an vergangener Hochtechnologie?
 
Literatur:
Bandini, Pietro: „Die Rückkehr der Engel“. Von Schutzengeln, himmlischen Boten und der guten Kraft, die sie uns bringen“. Bern 1995
Blumrich, Josef F.: „Da tat sich der Himmel auf“. München 1982
Hans Herbert Beier: „Kronzeuge Ezechiel“. München 1985
Däniken, E. von: „Erscheinungen“ S.242 ff. Düsseldorf/Wien 1974
Josephus, Antiqui.: III, 6.4, zitiert nach Ginzberg, Louis:  „The Legends of the Jews“, Vol VI, “From Moses to Esther”, Notes for Volumes III and IV, Baltimore 1998
Langbein, Walter-Jörg: „Lexikon der biblischen Irrtümer“. Berlin 2003
Roth, Roland: „Die Existenz des Unglaublichen“. Groß-Gerau 2006
Uhlig, Siegbert: “Das Äthiopische Henochbuch”. Gütersloh 1984
 
(Bild 4)
 
Buchtipp zum Thema:
Roland Roth (Hrsg.)
Auf den Spuren der Alten