Mysterium Untersberg- Hinter den Kulissen

20. September 2017

​​Am Rande der Dreharbeiten zum Film "Mysterium Untersberg" kam es zu vielerlei kuriosen Begebenheiten und seltsamen Begegnungen, bis hin zu Drohungen. Mario Rank fasst in diesem Kurzvortrag seine ersten Erlebnisse rund um den Wunderberg zusammen und gibt einen Einblick hinter die Kulissen der Dreharbeiten von "Mysterium Untersberg".

​Irgendwann einmal ist der Punkt erreicht, wo es kein Zurück mehr gibt. „Jetzt habe ich schon so viel von dem sagenumwobenen Berg gehört, ich muß da hin.“ ; dachte ich mir, nahm den letzten Schluck von meinem Bier und stellte den leeren Krug auf den Tisch. Mein Vis á Vis lächelte gewinnend und wußte, daß ich nun bei ihrer Reisegruppe dabei bin, die den Untersberg erkunden wird. Doch für mich war klar, wenn ich das jetzt mache, dann muß ich es auch dokumentieren. Gab es doch schon so viele Vorfälle mit Zeitanomalien, verschwundenen Menschen usw.  Wenn ich auf etwas stoße, dann muß ich es unbedingt aufnehmen. Gesagt, getan. Ich habe sofort meinen Kameramann angerufen und es brauchte garnicht lange, um ihn von dem Trip ins Ungewisse zu überzeugen. Untersberg, ich komme!

Es passte mir ohnehin gerade gut ins Konzept, denn ich wollte immer schon Doku-Reportagen drehen und habe bereits einiges an Videomaterial gesammelt, woraus ich noch etwas basteln werde. Das Geheimnisvolle und Rätselhafte hat mich schon immer fasziniert, UFOs und Außerirdische, die Prä-Astronautik und Mysterien im Allgemeinen. Für einen Kenner wie mich, war der Untersberg ja auch nichts Neues mehr, nur habe ich mich bisher noch nicht selber vor Ort kundig gemacht.

Seit Stan Wolf / Wolfgang Stadler seine Buchreihe „Steine der Macht“ publiziert ist ja ein wahrer Hype rund um den Berg entstanden. Da war nur ein Problem: Ich lese keine Romane. Also habe ich mir schon mehrmals vom Inhalt der Bücher erzählen lassen. So kommen dort umstrittene Funde, seltsame Gestalten, Zeitphänomene, UFOs, Freie Energie – Maschinen, Nazi – Generäle, Geheimgesellschaften und vielerlei andere kuriose Grenzthemen vor. Alles nur Humbug? Geschäftemacherei? Oder doch ein wahrer Kern?

So trafen wir am frühen Abend nun endlich am Fuße des Untersbergs ein um dort auf eine weitere Gruppe von Untersberg-Fans zu treffen und gemeinsam einen guten Freund von Wolfgang Stadler im bekannten Gasthof Schorn, in Grödig kennenzulernen. Wir mußten den größten Tisch nehmen, jetzt zählten wir schon 10 Personen. Da waren meine Begleitung Christine, Stefan, der Kameramann und dann eine Gruppe der verschiedensten Charaktere. Ein Systemkritiker, ein Reichsbürger, die Energiefühlige, der Aussteiger und der inkanierte Templer. „Mein Gott..“, dachte ich mir „..wo bin ich denn da bloß hineingeraten?“.

Dann erschien Lutz, der Stadler-Freund und Mysteryforscher. Ein geselliger Typ, wortgewandt und herzlich in seiner Natur. Sofort wurde gemutmaßt, was denn alles aus den Büchern „Die Steine der Macht“ nun stimmen mag, und was entstammt dem Reich der Fantasie? Alle klebten an den Lippen von Lutz. In Einem war man sich aber rasch einig: Hier stimmt etwas nicht! Denn auch unabhängig von den Romanen wurde immer wieder von rätselhaften Geschehnissen berichtet.

Ein befreundeter Buchhändler berichtete mir einmal von einem Erlebnis, welches er mit David Icke hier am Untersberg hatte. Der Erfolgsautor und Reptiloiden-Prediger Icke war mit dem Buchhändler am Fuße des Untersbergs an einem besonderen, magischen Platz als plötzlich grüner Nebel erschien. Genau jener Nebel, der immer mit dem ominösen Zeitphänomen einhergeht, wenn sich dies zeigt. Icke fiel dabei sofort auf die Knie und schrie laut „We come in peace! We come in peace!“.

Bei einigen Bieren wurde gefachsimpelt und Verschwörungstheorien ausgetauscht sowie der Plan für den folgenden Tag gemacht. Wir wollen uns die Kirche in Ettenberg anschauen, einen Stop bei den Mauerresten einer Templerkomturei machen und am Abend noch Wolfgang Stadler treffen. Ein ganz schön dichter Zeitplan.

Am nächsten Morgen noch schnell das ganze Equipment kontrolliert, Reserveakkus eingepackt, Mikrofone mit neuen Batterien bestückt und los geht’s! Alle waren schon gespannt auf das, was uns erwarten mag, als wir dann am Weg nach Ettenberg bei den Mauerresten der alten Templerkomturei stehenblieben. Doch was wir sahen war weniger spektakulär. Ein paar Mauerreste eben, teils mit Gestrüpp überwuchert, teils nur kniehoch. Stadler soll da ein Silberamulett gefunden haben sowie einen goldenen Ring, mit einem Templerkreuz darauf. Für die Reisegruppe Grund genug dort auf die Suche zu gehen, um selber Artefakte zu entdecken. Ich bewegte mich währenddessen etwas weiter, denn den Informationen des Buchhändlers zufolge sollte sich ja unweit der Komturei diese rätselhafte Wiese befinden, wo sich schon einmal grüner Nebel zeigte und David Icke auf die Knie gefallen ist. Da war sie plötzlich. Genau, wie er sie mir beschrieben hat lag die Wiese vor einem unscheinbar anmutenden Waldstück. Irgendetwas in mir hielt mich zurück, sie zu betreten. Im Gegensatz zu einigen Anderen unserer Gruppe, die in der Zwischenzeit ihren „Suchradius“ um die Komturei ausgedehnt hatten und am Waldrand bei der Wiese Ausschau nach Anomalien hielten. Ohne Funde, aber mit einem mulmigen Gefühl trommelte ich dann wieder alle zusammen, um sie zum weiterfahren zu bewegen, denn wir hatten ja noch einiges vor und gedreht haben wir auch noch nicht.

Wenige Minuten später trafen wir endlich in Ettenberg ein. Ein sehr verschlafener Ortsteil von Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Ein paar wenige Höfe, der Mesnerwirt und die „Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung“, unser Ziel.

Das Wetter war herrlich, daher entschlossen wir uns gleich zu einem Interview mit Lutz vor der Kirche. Was fasziniert ihn so an dieser Region? Hat er selber übersinnliche Erlebnisse hier gehabt? Warum der Untersberg? Wir waren erstaunt, daß auch Lutz eine Art von Zeitphänomen hier erlebt hat. Er ging in eine Höhle, drehte sich um und der Weg, den er genommen hat war plötzlich weg. Als er dann kurz darauf wieder um sich sah, fand er den Weg wieder vor, so wie er war. Sinnestäuschung, blanke Einbildung oder doch ein Phänomen des geheimnisumwitterten Bergmassivs?

An diesem Tag war die Kirche  verschlossen, so sahen wir uns in der Gegend etwas um. Es wird gemunkelt, daß die Kirche angeblich nicht an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort steht. Sie soll nur ca. 150 Meter versetzt gestanden haben, genau dort, wo jetzt ein unheimliches Kreuz steht, denn unter Jesus Christus liegt ein überdimensionierter Schädel, der gar grimmig dreinschaut. Die Fühligen in der Gruppe gingen langsam um den Andachtsort und verspürten unangenehme Schwingungen. Ich persönlich konnte nichts feststellen, außer, daß ich plötzlich ein leichtes Lüftchen verspürte. Da ich aber nicht glaube, daß dieser Ort für Wetterkapriolen im Mikrobereich verantwortlich ist, tangierte es mich nicht weiter und war dann schon an der nächsten Station der Reise interessiert, der so genannten „Illuminatenhöhle“. Nach einer etwas längeren Anfahrt mußten wir uns durchs teils unwegsame Gelände schlagen. Da es auch immer wieder regnete, war das ein garnicht so angenehmes Unterfangen, denn das Laub am Berghang war schon sehr rutschig. Auch konnte nicht die ganze Gruppe mitkommen, den das Schuhwerk einer Teilnehmerin hielt dem feuchten Untergrund nicht Stand und ich mußte sie bitten zurückzubleiben, und zu warten bis wir wieder zurückkommen. Die Verletzungs- bzw. Absturzgefahr war zu groß.

An der Höhle angekommen trafen wir gleich auf einen weiteren Forscher und Autor, der an dieser Stelle aber nicht genannt wird. Er hat sich auf das Interesse des Dritten Reiches an dem Wunderberg spezialisiert und mach „Vor Ort – Recherche“. Der Felsabriss dürfte trotz seiner versteckten Lage ein regelrechtes Wahrzeichen am Untersberg sein. Zahlreiche Spuren weisen darauf hin. Steinformationen, eine Feuerstelle, neuzeitliche Felsritzungen, Kerzen, Knochen und vielerlei heraufgeschlepptes Geäst zeugen davon.

Da ich nicht sonderlich an dem Nazi-Forscher interessiert war, nahm ich mir mit meinem Kameramann Zeit, ein paar Schnittbilder für den Film einzufangen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber sich heute mit okkultem Wissen aus der NS-Zeit auseinanderzusetzen, dafür reicht es bei mir einfach in diesem Leben nicht mehr aus. Mir reicht, was ich an Leid jeden Tag erlebe. Und vor Allem: es ist gefährlich. Sehr schnell gerät man in ein Fahrwasser, das unter Strafe steht. Also nahm ich mir den Rat meines verstorbenen Großvaters zu Herzen, der immer sagte „Nur nicht anstreifen!“.

Ein paar Bilder hatten wir im Kasten und da das im Abriss befindliche Holz vom Regen verschont blieb, war auch ein kleines gemütliches Feuerchen schnell entzunden. Sie werden sich jetzt fragen: „Warum Illuminatenhöhle?“. Nun, meines Wissensstandes zufolge wurde dieser Begriff von Walter Ernsting geprägt. Walter Ernsting war der berühmte „Perry Rhodan“ – Erfinder „Clark Darlton“, der mit seinem Werk „Die neun Unbekannten“ einen wahren Hype um den Berg entfachte. Als mir das einfiel zählte ich kurz durch. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht,... neun! Meine Güte, da haben wir es wieder. Ist das eine Synchronizität? Öffnet sich jetzt ein Zeitportal? Hier soll ja einigen Berichten zufolge auch so ein Tor in das Innere de Berges sein. Die Fühligen der Gruppe untersuchen schon die Steinwände...

Auch wenn das Wetter jetzt nicht gerade ideal für eine Bergwanderung war, haben wir daraufhin eine weitere Höhle aufgesucht. Wobei Höhle ist nicht die richtige Bezeichnung, denn es scheint als wäre die „Froasen höhle“ bei Fürstenbrunn ein künstlich in den Berg gearbeiteter Hohlraum. Mein erster Eindruck, daß es sich dabei um einen Schutzbunker handelt bestätigte sich nach späterer Internetrecherche. Auch hier fanden wir am matschigen Höhlenboden mehrere Kerzen sowie in spiralform angelegte Steinformationen. Es wurden hier wohl auch Rituale abgehalten, deren Zeugnisse diese Spuren sind.

Wir folgten dem vor der Höhle fließenden Bächlein zurück zum Weg und machten gleich noch einen Abstecher in das nahegelegene Unterbserg – Museum. Dort angekommen bestaunten wir zuerst die Kugelmühle. Hier wird anschaulich erklärt, wie der bekannte Untersberg – Marmor durch langes Umspülen und Schleifen von Wasser zu runden Kugeln geformt wird. Diese Kugeln wurden dann gerne in der Seefahrt zur Beschwerung der Schiffe verwendet. Das Museum selber war aber definitiv auch einen Besuch wert. Zahlreiche Schaustücke rund um die Sagenwelt und das Brauchtum rund um das Bergmassiv werden hier liebevoll präsentiert.

Nun bricht die Dämmerung ein und endlich lerne ich den „Romanautor“ Wolfgang Stadler alias Stan Wolf kennen.

Was hat es nun mit dem mysteriösen Untersberg auf sich? Treffpunkt für Esoteriker und Verschwörungstheoretiker aller Coleur, oder doch ein Funken Wahrheit? Die Felsmassive der Alpen beflügelten schon immer die Fantasie der Einwohner, die dann Einzug in diverse Sagen und Legenden fanden. Der Erfolgsautor Wolfgang Stadler ist weit über die Grenzen Salzburgs bekannt. Regelmäßig hält er gut besuchte Lesungen seiner Romane im Gasthof Schorn in Grödig, die ebenso den Untersberg thematisieren. Doch warum sind es Romane? Ist wirklich alles nur Fiktion?

Die „Neun Unbekannten“ treffen den Autor in einem Extrazimmer des bekannten Gasthofs und nach einem kurzen Kennenlernen wird auch gleich die Kamera gezückt. Das darf ich mir nicht entgehen lassen, Stadler muß jetzt Rede und Antwort stehen dachte ich mir.

Als Sachbuch hätte er es nicht schreiben, denn er hatte nach relativ kurzer Zeit als Autor Kontakt mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung gehabt. Es wurde Interesse an den Inhalten seiner Bücher geäußert. Als Stadler die Sache zu heiß wurde entschloss er sich dazu, die Bücher als Romane zu schreiben um auf „Nummer sicher“ zu gehen. Also auch hier kein weiterkommen. Die vielen Funde, die er angeblich am Berg gemacht haben will überzeugen mich insgesamt wenig. Die Silberplatte mit dem „Untersberg Code“, Ringe, Steine, Pfeilspitzen, etc. etc. Es erscheint mir etwas zu viel des Guten.

Nichts desto Trotz war die Unterhaltung interessant, denn seine vielen Reisen auch zu Schauplätzen auf anderen Kontinenten klingen abenteuerlich und Mysterien dürfte er ja wahrlich anziehen. Man bekommt keineswegs den Eindruck, als würde er einem einen Bären aufbinden wollen. Ganz im Gegenteil, so zeigt er sich aufgeschlossen und sehr interessiert, auch was andere Meinungen anbelangt. Er bleibt auch konsequent bei seinen Erfahrungen am Berg. Im persönlichen Gespräch wich er keinen Millimeter von der bereits mehrmals erklärten Zeitanomalie am Berg ab, welche er mit seiner Tochter erlebt haben soll.

Doch auch nach dem ausführlichen Gespräch, das sich über Stunden erstreckte blieben mir mehr Fragen, als ich Antworten bekommen habe. Vielleicht gibt mir der geheimnisumwobene Mann am Folgetag mehr Aufschluss. Denn wir wollen uns mit einem Vertreter der „Herren vom Schwarzen Stein“ treffen. Und das gleich beim sogenannten „Isais Weiher“...

Warum wird gerade dieser Berg von so vielen vermeintlichen Geheimgesellschaften auch heute immer wieder genannt? Im Zuge der Dreharbeiten stießen wir auf eine weitere interessante Quelle, einen Vertreter der sogenannten „Herren vom Schwarzen Stein“, der uns mehr Aufschluß über den rätselhaften Untersberg geben sollte und uns in die Isais - Offenbarung einweiht.

Da bin ich nun am sagenumwobenen Isais - Weiher bei Marktschellenberg und treffe den Vertreter einer Geheimgesellschaft. Mir ist etwas mulmig zumute. Hinzu kommt auch, daß der Vertreter der „Herren vom Schwarzen Stein“ nicht im Bild unserer Aufnahmen sein möchte. Aber er erzählt uns bereitwillig die Geschichte des Weihers.

Im Jahre 1220 erschien dem Ritter Hubertus nahe der mesopotamischen Stadt Ninive im heutigen Irak das erste Mal die Göttin Isais. Sie wies ihn an, den Berg des alten Gottes aufzusuchen. Hubertus erkannte darin den Untersberg. Er ließ sich mit seiner Ritterschaft nieder und errichtete die erste Komturei im süddeutschen Raum. In diesem am Fuße des Untersbergs gelegenen Weiher erschien nun dem Ritter Hubertus erneut die Göttin Isais. Daraus entstand die sogenannte Isais – Offenbarung, eine rätselhafte Botschaft, welche heute noch schwer verständlich erscheint. Doch die Ritterschaft soll auch drei Gegenstände erhalten haben: eine Speerspitze, einen Spiegel und einen vermeintlich magischen Stein namens „Ilua“. Nach diesem Stein gab sich die Ritterschaft fortan den Namen „Die Herren vom Schwarzen Stein“. Es soll aber nicht nur bei diesem einen Stein geblieben sein, denn es wurde ein zweiter ausgehändigt. Dieser zweite Stein „Garil“ oder „Gral“ stellt dann gemeinsam die Psyche der Natur dar, männlich und weiblich. Die beiden Steine gemeinsam in einer magischen Apparatur verwendet, sollen die Generalschwingung der Erde erhöhen und am eigenen sowie globalen Bewusstsein gearbeitet werden.

Die Weltanschauung der „Herren vom Schwarzen Stein“ bezieht sich nicht auf eine politische Ideologie sondern vielmehr auf das Vermächtnis der europäischen Kultur. Das Arbeiten am eigenen Bewusstsein und das Sammeln von wertvollen Erkenntnissen ist ihr Ziel.

Die Reise geht weiter, denn jetzt wollten wir endlich in das Innere der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“. Sie birgt einige Spuren der heiligen Geometrie und rätselhafte Symbole. Interessant vor allem ist das Deckenfresko. Dort entspringt dem Herzen Marias ein Lichtstrahl, der von einem Spiegel abgelenkt einen Edelstein am Haarreif der Königin Esther streift. Ist das vielleicht ein möglicher Hinweis zu den „Herren vom Schwarzen Stein“?

Die vielen Symboliken in der Kirche zeugen von Einflüssen der Templer ebenso, wie von den Freimaurern. Auch das allsehende Auge, das immer wieder mit den Illuminaten in Verbindung gebracht wird prangt in Gold von einem Pult. Wir machten viele Aufnahmen im Inneren der überaus prunkvollen, kleinen Kirche und verbrachten sicher noch zwei Stunden an diesen Platz.

Während sich die Gruppe an diesem sonnigen Tag schon vor der Kirche auf den Bänken niedergelassen hat und dem anonymen Informanten lauschte ging ich ein paar Schritte weiter um mich unter einem prächtigen Baum zu setzen und die Gespräche Revue passieren zu lassen. Isais, Steine, Templer, Kirchensymbole, Geheimgesellschaften und zuletzt redete der „Herr vom Schwarzen Stein“ noch von zwei Nazi – Untertassen, welche funktionsfähig und einsatzbereit im Inneren des Berges stehen sollen. Ich ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und versuchte an garnichts mehr zu denken. Irgendwie wurde mir das zu Viel jetzt. Vor Allem, nachdem ich jetzt dreimal nachgefragt hatte, wo diese Untertassen jetzt genau stehen, und ob wir da nicht hingehen können und dreimal wurde der Frage ausgewichen. „Es reicht jetzt!“ sagte ich mir. So kann´s ja nun wirklich nicht gehen. Behauptungen von sich geben und dann geschickt aus der Frage winden. Nein, ich habe irgendwie genug für heute. Das muß jetzt mal verarbeitet werden.

Nach einem ausgiebigem Abendmahl wurde gemeinsam dann nocheinmal die Zeit hier am Berg besprochen und alle waren sich einig, daß sich nun nur noch mehr Mysterien eröffnet haben. Keiner hatte eine besondere Erfahrung mit einer Zeitanomalie gemacht, wir waren noch immer vollzählig. Keiner hat einen Nazi – General kennengelernt. Keiner hat einen Zwerg oder gar Kaiser Karl getroffen oder ist von einer Wildfrau entführt worden. Aber alle waren am Untersberg. Und das sicher nicht das letzte Mal.

Ob ich aus den Filmaufnahmen überhaupt etwas machen kann?

Ich weiß es nicht. Zu undurchsichtig erschien mir die Sachlage.

Am Besten, ich laß es einfach einmal liegen und widme mich meinem Tagesgeschäft.

In Wien wieder angekommen überschlugen sich die Ereignisse. Es fing in der U-Bahn schon an, als mich ein Kollege anrief. „Was hast Du nur getan?“ fragte mein langjähriger Partner einer Werbeagentur „... will nicht mehr mit Dir zusammenarbeiten, da Du Firmeninformationen von Ihm veruntreut hast. Er möchte nun mit mir arbeiten“.

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Was wird mir hier gerade eröffnet? Ein langjähriger Kunde, der mittlerweile zu einem guten persönlichen Freund wurde kündigt mir die Zusammenarbeit, ja gar die Freundschaft? Ich versteh die Welt nicht mehr. Firmendaten veruntreut? Sicher nicht!

Kaum daheim wieder angekommen drehte ich den Computer auf und rief den Kunden/Freund gleich an. „Was ist los?“ fragte ich erstaunt. Die Antwort könnte grotesker nicht sein: „Ich habe Dir gesagt, Du darfst nicht zum Untersberg. Nun bist Du vom Bösen erfasst und ich kann es nicht zulassen, daß das Böse auch zu mir kommt.“.

(An diesem Punkt muß ich anmerken, daß das es sich bei diesem Bericht um einen Tatsachenbericht handelt, der sich wirklich so zugetragen hat, sowie die weiteren Punkte, die noch folgen)

Etwas perplex beendete ich das Gespräch und rief meine Emails ab. Da ich einige Tage virtuell nicht erreichbar war trudelten mehrere Nachrichten ein. Doch was war das? Bombendrohungen, gleich zwei Stück! Schön langsam wurde es unheimlich, doch man glaubt es kaum, die Situation konnte sich tatsächlich noch weiter zuspitzen.

Plötzlich läutet das Telefon. Erleichterung, es ist mein Hausnachbar, er hatte wieder Forellen, da er mit seinem Freund einen Teich im Waldviertel gerade abgefischt hat und diese dann immer rasch im Freundes- und Bekanntenkreis aufteilt. Da ich ein Fischliebhaber bin, dachte ich: wenigstens eine gute Nachricht. Er wollte sich vor dem Haus treffen und mir die Fische bringen. In zehn Minuten. Gesagt, getan. Wieder rein in die Schuhe und runter vor die Haustüre. Es vergingen nochmal zehn Minuten, die ich nun schon wartete bis ich ihn anrief um ihn zu fragen, wo er bliebe. Doch er hebt nicht ab. Was ist denn da los, dachte ich mir. Schön langsam wurde ich unruhig. Auf einmal bemerkte ich, daß keine 3 Meter neben mir seit geraumer Zeit ein schwarzer Mercedes immer wieder Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen macht; neben einer Parklücke, in welcher er problemlos Platz finden könnte. Seltsam. Ich überlegte kurz, ob ich den Fahrer einweisen solle, doch es wäre absurd gewesen, der Parkplatz war fast doppelt so groß, wie das Auto lang. Als ich durch die Fenster des blitzblanken Luxusschlitten blickte erschrak ich sofort. Ein schlanker, hellhäutiger Mann mit Bart in einem schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte und schwarzer Sonnenbrille sitzt hinter dem Steuer. Regungslos. Er dürfte aber bemerkt haben, daß ich ihn ansehe und plötzlich fährt er weiter. Als das Auto in Bewegung kommt merke ich, daß am Rückspiegel etwas baumelt. Ein Tatzenkreuz, wie wir es von den Templern kennen...


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